Die zauberhafte Taubnessel

Eine Heilpflanze für die Weiblichkeit...


Taubnesseln sind die „sanften“ Schwestern (wenn auch nicht verwandt) der Brennnessel. Alle Taubnesseln brennen nicht, wenn man sie berührt (daher auch der Name „taub“) und haben zudem hübsche kleine Lippenblüten, die sich dank ihres Schleimgehaltes und ihrer zusammenziehenden Eigenschaften sehr gut für die Linderung von Magen - Darmproblemen,- und aufgrund der entzündungshemmenden Iridoide auch für Entzündungen der Haut sowie dem Mund- Rachenbereich einsetzen lassen.


Ihre größte Stärke jedoch zeigt sie in der Frauenheilkunde.

Enthält:

  • Gerbstoffe

  • Schleimstoffe

  • Iridoid- und Secoiridoidglycoside

  • Flavonoide

  • Kieselsäure

  • Triterpensaponine

  • Vitamin B, Vitamin C

  • Aucubin

  • Ätherische Öle

Was kann man verwenden?

Blätter, Blüten


Alle Taubnesseln wachsen nicht selten neben Brennnesseln an feuchten Unkrautfluchten, Gebüschen, an Zäunen, auf Viehweiden und an Wegrändern. Beim Sammeln dieser Kräuter bitte unbedingt darauf achten, dass weder Dunghaufen, Hundepipi, Pestizide (an Äckern) oder Abgase (an Straßenrändern) die Nesseln beschmutzt haben könnten.

Für den Einsatz in der Heilkunde, werden alle drei dieser Arten verwendet. Jedoch wird besonders bei Frauenleiden, eher zur weißen Taubnessel gegriffen.

Mit ihren leichten Blättern und den wunderschönen zarten Blüten wirkt sie optisch und haptisch bereits sehr weiblich.


Schon seit Generationen wird sie in der Volksheilkunde gegen unregelmäßige und/oder schmerzhafter Periode eingesetzt, sowie zur Linderung von Weißfluss.

Für diese Zwecke verwendet man die Blüten der Nesseln und breitet diese zu ein Sitzbad oder Badezusatz auf.

Dafür werden 5-10 Esslöffel Blüten mit 500 -1000 ml (je nach gesammelter Menge) kochendem Wasser übergossen. Für ein Taubnesselbad den noch heißen Aufguss ins Badewasser geben. Für ein Sitzbad wird er auf angenehme - aber dennoch sehr warme Temperatur abgekühlt.


Für einen Taubnesseltee, 2 Teelöffel Blüten mit kochendem Wasser übergießen und ca. 5 Minuten vor dem Trinken ziehen lassen und die Blüten abseihen. Sie beruhigt das Gemüt und stärkt die Nerven.

Alle diese drei Nesselarten sind essbar!

Für den Verzehr der jungen Blätter, sowie die Blüten sammelt man sie allerdings eher von April bis Oktober. Vor dem rohen Verzehr vorher gut waschen.


In der Küche eignen sich die Taubnessel als Würze für Suppen und Eintöpfe aber auch als frisch-würzige Note in grünen Smoothies, Salaten oder als Kräuterzugabe bei Pilzgerichten. Die Blüten sehen im Übrigen als Dekoration der Speisen ganz wunderbar aus!





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