HERBARIUM 1. Fichte ~ picea

Willkommen zum aller ersten Herbarium Eintrag!

Ich hoffe ihr habt alles was ihr benötigt, um direkt zu starten. Welche der Information ihr in euer Herbarium eintragen möchtet, bleibt euch selbst überlassen.


Da wir uns Derzeit NOCH im Winter befinden, nehmen wir zunächst einmal Fokus auf die Immergrünen in unserer Umgebung. Die Fichte begleitet uns sehr präsent durch die kalten Monate. Als Weihnachtsbaum geschmückt, nimmt sie sogar Teil an eines unserer heiligsten Feste.


In Bayern wird die Fichte zudem traditionell als Maibaum verwendet und steht für Kraft und Fruchtbarkeit. Dafür wurde Damals noch die Rinde entfernt und mit Farben (meist Blau/Weiß) verziert...



Für die Römer war die schnell wachsende Fichte ein Symbol der Hoffnung aber auch eine Begleiterin der Trauer. So wurden Fichtenzweige oft als Bestattungsschmuck verwendet.


Und auch die Germanen hatten ihren Bezug zur Fichte. Sie nutzen bereits ihre Heilkräfte. In der Walpurgis-Nacht steckte man Fichtenzweige in Misthaufen, um böse Hexen fernzuhalten und die Kelten sahen in der Fichte einen Mutterbaum in der die guten Geister wohnten.

Wo hingegen die Griechen ihr Holz zu schätzen wussten und sie zum Bau von Schiffen nutzten.


Heutzutage ist die Fichte „Opfer“ der schnellen Forstwirtschaft geworden und auch der Klimawandel (– Trockenheit, Wassermangel, Stürme) und die Borkenkäfer machen ihr zu schaffen.

Noch ist sie weit verbreitet, jedoch weichen Fichten-Monokulturen immer mehr einem gesunden Mischwald.




Steckbrief:

Gemeine Fichte (Picea abies)

Pflanzenfamilie: Kieferngewächse

Größe: 20 - 60 Meter (selten 80 Meter)

Stammbreite: bis zu 1,50 Meter (selten mehr)

Zeit der Blüte: von April bis Juni

Alter: bis zu 500 Jahre alt

Wurzel: Flachwurzler

Standort: feuchter Boden; in bis zu 2.000 m Höhe



Aussehen/

Erkennungsmerkmale:

  • Immergrüner Nadelbaum mit kegelförmiger Krone

  • Nadeln am Stil rundum quirlig verteilt und nicht gescheitelt wie z.B. die Tanne

  • Beim Ausziehen einer Nadel bleibt oft ein kleines braunes Fähnchen am Ende

  • Nadeln sind 4eckig bzw. fühlen sich rund an

  • Nadeln sind von allen Seiten gleich grün

  • Borke ist schuppig und meist rostbraun

  • Zapfen hängen nach unten, sind eher fein und weich

  • Äste biegen sich an den Ende leicht nach oben

  • Merksatz: Die Fichte sticht – die Tanne nicht


ACHTUNG: Verwechslungsgefahr mit der Eibe möglich. Diese ist giftig! Also genau hinschauen.


Anwendungen:


Körperlich bei:

Husten, Asthma, Bronchitis, Nasenebenhölenentzündung, Muselverspannungen, Nervenschmerzen, Rheuma

Psychisch bei:

Innere Unruhe, Stress und Schlafstörungen


Anwendungsform

Infus

Badezusatz

Räuchern

Aromatherapie

Inhalation

Öl

Tinktur


Wirkstoffe

Ätherisches Öl (Limonen), Bornylacetat, Borneol, Pinen, Mycren, Santen und weitere Monoterpenen




Anwendungsbeispiele:


Fichten Tee für Atemwegsbeschwerden

Ca. 1 TL Fichtennadeln auf 300 ml Wasser

Fichtennadeln im Wasser ca. 10 min köcheln lassen. Nadeln abseihen und nach Belieben mit Honig süßen. Mildere und schnellere Variante: 2 kleine, junge Fichtenzweige mit kochendem Wasser übergießen, abgedeckt 5 min ziehen lassen, Zweige wieder herausnehmen.


Badezusatz für Muskelkater, Verspannungen & müde Füße

Für einen Badezusatz ca. 4 Hände Fichtenteile (Fichtentriebe, kleinere Zweige und Zapfen) in

2 Litern Wasser 10 Minuten einköcheln. Danach nochmals 10 Minuten ziehen lassen. Die

Pflanzenteile abseihen und den Sud ins Badewasser geben oder als Fußbad verwenden.


Die frischen Fichtentriebe – auf Maiwipferl genannt - sind im Frühjahr ein leckerer Energiespender! Mit ihrem frisch-säuerlichem Geschmack und ihrem gesundem Vitamin C, wirken sie wunderbar gegen die Frühjahrsmüdigkeit.

Sie schmecken köstlich im Salat oder als Pesto. Aus Fichtentrieben lässt sich aber auch leckerer Sirup, Kräutersalz oder Likörchen herstellen.


Die Fichte als Räucherwerk

Verwendet wird hierbei ihr Harz, welches für den Gebrauch gut getrocknet sein sollte, da sonst das im Harz enthaltene Terpentin unangenehm in der Nase brennen könnte.


Es wirkt: klärend, erdend, ordnet den Geist und erweckt ihn für neue Taten.




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