KAPUZINERKRESSE - Ein natürliches Antibiotikum



Die wunderbare Kapuzinerkresse ist eine meiner Lieblingspflanzen!


Sie rangt so wunderschön und ziert den Staketenzaun meines Vorgartens. Dabei ist sie recht robust und verdrängt trotz ordentlicher Wuchsfreude keine der anderen Pflanzen. Obendrein hält sich mich gesund und schmeckt hervorragend und die Insekten lieben sie ebenfalls – im Ernst, was will man mehr?


Nicht umsonst wurde sie 2013 schon als „Arnzeipflanze des Jahres“ gekürt. ;)



Anwendungsgebiete:

Stärkung des Immunsystems, Entzündungen, Verdauungsbeschwerden, Erkältung & Husten, Haarausfall, Pilzinfektion, Harnwegsinfektion, Muskelverspannungen


Essbare Teile:

Alles an ihr sind essbar – die Blätter ebenso wie die Blüten und sogar die grünen Samen und die noch geschlossenen Knospen (welche sich großartig als Kapern einlegen lassen)

Sie ist reich an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen, allerdings liegt ihre größte Stärke in ihrer antibakteriellen Wirkung. Denn Kapuzinerkresse enthält den Wirkstoff Benzyl Senföl, welches die Vermehrung von Bakterien aber auch Hefe- und Sprosspilzen hemmt.


Auch Ärzte empfehlen den Verzehr von Kapuzinerkresse, denn sie ist vorbeugend ein Antibiotikum,

bei dem keinerlei Resistenzen entstehen. Zudem sind keine Nebenwirkungen bekannt. Es reicht schon täglich ein-zwei Blätter und Blüten in den Speiseplan einzubauen oder sie einfach so zu snacken. Alternativ gibt es auch Pulver oder Pastillen, die langfristig zur Vorbeugung von Harnwegsinfektionen eingenommen werden können.


Je nach Problem, findet sich die passende Anwendung.


Bei Erkältungsbeschwerden kann man sie sich als Tee oder zur Inhalation (einfach mit Kochendem Wasser übergießen, den Kopf darüber halten und mit einem Handtuch bedecken) zubereiten. Zugleich sollte man sie jedoch am besten frisch zu sich nehmen.


Aufgrund seiner anregenden und durchblutenden Wirkung hilft ein Kapuzinerkressen-Aufguss als Wickel und Kompresse gehen Muskelbeschwerden – abgekühlt wirkt der Sud aber auch als Haar,-bzw. Kopfhautkur bei Haarausfall.








Zudem bereichert sie den Speiseplan mit ihrer Vielseitigkeit und der angenehmen Schärfe.


Die Liste der Rezepte ist laaaaang … Pesto, Kräuterquark, Suppen, Butter, Kräutersalz, Füllungen usw.


Mir schmeckt sie besonders in meinem Salat – einige Blätter, gemeinsam mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer, einen Hauch Honig und Öl als Marinade und einige Blätter und die hübschen Blüten als Ganze auf dem Teller.

Aus den noch geschlossenen Knospen – oder auch den Samen lassen sich „falsche Kapern“ machen.

------> Knospen abspülen, mit viel Salz vermengen, in Essig und Wasser kurz aufkochen und anschließend alles zusammen in ein Glasgefäß füllen. Dieses wird daraufhin noch warm fest verschlossen.

Die getrockneten Samen (Samenhülle vorher entfernen) können obendrein wunderbar als Pfeffer eingesetzt werden.


Diese Pflanze ist ein wahrer Schatz – wir brauchen bloß zugreifen. ;)





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