Waldsalbe - dein Begleiter durch den Winter




Anwendung:

Heilsalbe bei Ekzemen, Wunden, rissige & trockene Haut


In den sonnigen Monaten bieten sich allerlei Heilpflanzen zur Verwendung von Salben und Tinkturen. Im Herbst/Winter wird es da allerdings schon knapp.

Doch gibt es einige Pflanzen, die uns das ganze Jahr mit ihrer heilenden und pflegenden Wirkung zur Verfügung stehen und besonders im Winter eine wichtige Quelle liefern.


Pflanzen, denen wir dies im ersten Moment vielleicht gar nicht zugetraut hätten. Moose beispielsweise, liefern der Psyche in tristen Wintertagen einen erfrischend grünen Anblick, binden eine Menge Co2 und Stickstoff und wirken obendrein regenerierend, antibiotisch, wundheilend, pilzhemmend und entzündungshemmend. Bis zum 1. Weltkrieg wurden aus Moosen Wundkompressen hergestellt und die Naturvölker Europas wickelten ihre Babys mit Moos, welches das Wundwerden verhinderte.


Zutaten:

· 100g frische Tannennadeln

· 1 kleine Tasse (0,2l) frische Moosspitzen

· 1 Tl Kamillenblüten (getrocknet oder frisch)

· 220g Ghee (vegane Alternative: Kakaobutter)

· 10g Bienenwachs (vegane Alternative: Rosenwachs)


Ich verwende hierfür Ghee, da es selbst auch eine hautrenegierende Wikung hat.

Wichtig! - Ghee und Bienenwachs bei einem biologischen und tierfreundlichem Erzeuger kaufen.

Abgesehen davon, dass wir respektvoll und achtsam mit Tieren und tierischen Produkten umzugehen haben, sollte eine Heilsalbe auch keine Stresshormone von gequälten Tieren beinhalten.


Ein guter Sammler hinterlässt keine Spuren. Nimm nur soviel, wie du wirklich brauchst.

Wo Moos wächst sind Nadelbäume nicht weit. Eine perfekte Symbiose bildet das Moos mit der Tanne. Frische Tannennadeln wirken antibakteriell, straffend, durchblutungsfördernd und ebenfalls entzündungshemmend.

Sebastian Kneipp setzte die Tanne bei Husten und schwacher Lunge ein – Hildegard von Bingen hingegen bei Kopfschmerzen (Migräne), Gicht und gegen Erschöpfung.

Gemeinsam bilden Moos und Tanne eine wunderbare Kombination bei z.B. Neurodermitis

Für den wundheilenden Effekt bieten sich die Kamille an – ist aber nicht zwingend notwendig.


Umsetzung:

  • Ghee in einem kleinen Topf erwärmen

  • Moos, Kamille und Tannennadeln hinzugeben und 5-8 Minuten leicht zum Köcheln bringen

  • 1 Stunde ziehen lassen

  • Alles in einen Mixer geben und fein Pürieren

  • Die Masse in ein Sieb geben und die Pflanzenteile abseihen

  • Die Ghee-Pflanzenflüssigkeit zusammen mit dem Wachs in einen Topf geben und erwärmen, bis sich das Wachs aufgelöst hat.

  • Flüssigkeit in ein Gläschen füllen und abkühlen lassen



Fertig ist die Waldsalbe. Sie hält einige Monate und sollte am besten kühl aufbewahrt werden.





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